Kinderängste

Letztes Update:

März 28, 2022
Title Banner With Sidebar

Lesezeit: 3 Minuten

Dein Kind diskutiert ständig?
Wege aus der Diskussionsfalle.

Alle Eltern kennen sie.
Sie befördert zielsicher jedes elterliche Nein ins Aus.

Sie taucht oft zum ersten Mal auf, sobald Kinder „Warum?“ fragen können.

DIE DISKUSSIONSFALLE 

Du willst Klarheit schaffen, setzt eine Grenze
und schwups findest du dich in Diskussionen mit deinem Kind wieder
und Schritt für Schritt bröckelt deine Grenze.

Ein Beispiel

In der folgenden Szene kommt das Kind mit einer Forderung, die die Mutter nicht erfüllen sollte:

Kind, 11 Jahre: Mama, ich will den … Film anschauen. Alle in der Klasse haben gesagt, der ist so spannend, nur ich hab den noch nicht gesehen.

Mutter: Aber der ist doch für Ältere.   
 (Mutter recherchiert kurz im Internet und stellt fest): Der ist doch ab 16. Den erlaube ich dir nicht.

Kind: Aber Mama, der Elias hat den auch gesehen und der hat gesagt, das ist völlig übertrieben. Der Film ist nicht gruslig und nix. Absolut harmlos.

Mutter: Nein das machen wir nicht, die werden schon einen Grund haben, warum sie da „ab 16“ drauf schreiben.

Kind: Oh man. Das ist doch Blödsinn. Den haben echt schon alle gesehen. Und keiner hat sich gegruselt, der ist bloß spannend.
Die Filme für mein Alter sind doch alle schon sowas von langweilig.

Mutter: Ach hör mir auf. Was war denn mit „…“ (Film, den das Kind als spannend empfand).

Kind: Neee, Mensch Mama, das ist ja schon ewig her. Ich bin mittlerweile nicht mehr so ein Baby wie damals. Du behandelst mich echt wie ein Baby.

Undsoweiter, undsofort.

Ich überlasse es deiner Phantasie, wie die Geschichte weitergeht.

Wie klar sind die Grenzen?

Eines steht fest: In dieser Kommunikation in der obigen Geschichte war die Grenze nicht klar.

Die Diskussionsfalle schnappt meist aus einem einzigen Grund zu:

Gründe für das eigene "Nein"

Sobald du ein Nein begründest,
geht es nicht mehr um das Nein.
Es geht nur noch um den Grund.

Was kannst du tun?

Drei Wege, "Nein" zu sagen

Was ist mein Vorschlag, wie du stattdessen handeln könntest?

Denn einfach nur Nein sagen führt auch leicht in die Auseinandersetzung: 

  1.  Sage etwas Nettes.
    Im Beispiel oben: "Dich interessieren immer wieder neue Sachen."

  2. Dein Nein - ohne Begründung:
    Im Beispiel oben: "Den Film erlaube ich dir nicht."
     (DU erlaubst es nicht, es geht nicht um die FSK-Beurteilung, die Filmhersteller, die Politiker oder sonst irgendwen, es geht um DICH und DEINE Entscheidung)

  3. Finde eine Alternative.
    Eine Alternative kannst du nur dann finden, wenn du den inneren Grund deines Kindes kennst.
    Jetzt erst kommt also das Warum:
    Versuche dein Kind zu verstehen, warum ihm dies oder jenes wichtig ist.
    Im Beispiel oben: "Was ist denn, dass dir der Film so wichtig ist?".
    Da könnte ich mir in der obigen Geschichte viele Varianten vorstellen:
    - das Kind befürchtet, in der Klasse sonst nicht dazuzugehören
    - das Kind will austesten, wie weit es kommt
    - das Kind will tatsächlich nicht mehr „so klein“ behandelt werden.

    Du brauchst erst die Klarheit eines Nein und dann kannst du erkunden,
    was los ist.
    Und wenn du den Hintergrund weißt, kannst du deinem Kind eben Alternativen anbieten:
         
    In den Beispielen:
    „Was könntest du stattdessen machen, um bei den anderen in der Klasse mehr dazuzugehören?“

    Oder:

    „Den Film erlaube ich dir nicht.“
     (wieder ohne Begründung)
    „Aber ich werde in nächster Zeit mal drauf schauen, dass ich dich jugendlicher behandle.
    Das ist mir gar nicht aufgefallen, dass du denkst, ich behandle dich wie ein Baby“

             
Probiere es aus.

Herzliche Grüße

Dein Stefan Hetterich

Du suchst nach Wegen aus der Diskussionsfalle?

Im Elternkompass unterstütze ich dich
 zu einem gesunden und haltgebenden Miteinander mit deinem Kind.

Als Psychologe und Kinder- und Jugendlichen-psychotherapeut begleite ich seit über 20 Jahren Eltern, Kinder und Jugendliche in und durch psychische Krisen.
Alle psychischen Probleme entstehen aus (meist unbewussten) Gründen. Je mehr wir über diese Ursachen wissen, umso leichter finden wir auch hilfreiche Wege, damit umzugehen.
Denn: Verständnis ist der Schlüssel zur Veränderung.

Folge mir auf

Das sagen Eltern zu therapie2go

"Hilfreiche praktische Tipp nicht nur zu psychischen Störungen, sondern auch wie man genauer hinschaut, Kinder besser versteht und präventiv aktiv sein kann"


"immer gute Denkanstöße"


"Mir gefallen die Denkanstöße...
professionell, aber trotzdem sehr verständlich"


"Sehr fundiert, gut, praxisnah, tieferes Verständnis, gute Beispiele
Oft sehr schwierig sonst gute und seriöse Informationen zu finden und einen guten Psychotherapeuten für Kinder zu finden ist sehr schwierig und wenn lange Wartezeiten; durch Therapie2go sofort Hilfestellungen im Alltag als Elternteil"



Hol dir hier völlig kostenfrei wöchentliche Info-Mails, die dir einen neuen, hilfreichen Blick auf die psychischen Krisen deines Kindes eröffnen.

Abmeldung selbstverständlich jederzeit möglich.

Vielleicht interessiert dich auch:


Dein innerer Kompass 

für starke und psychisch gesunde Kinder

>

Das hat geklappt!

 Ups, da ging etwas schief

Hier ist leider etwas
schief gegangen